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Frische Luft für frisches Denken

"Frische Luft für frisches Denken"

 

Die Empfehlungen der Kultusminister zur Durchlüftung der Klassenräume sind absolut unzureichend

 

 

 

Die schlechte Luft in den Klassenräumen ist schon sehr lange ein Thema in den Schulen. So hat das ISF, damals noch an der Uni Bremen, im Auftrag der Unfallkasse Hessen und des GUV Hannover im Jahre 2006 vom ISF ein Forschungsvorhaben zur Raumluftqualität in Schulen und ihrer Auswirkung auf den Unterricht durchgeführt. So konnte der Zusammenhang zwischen Luftqualität und Aufmerksamkeitsleistung sowie Sozialverhalten und Stressreaktionen für alle Schüler*innen  nachgewiesen werden. Die daraus entstandenen Lüftungsempfehlungen wurden bundesweit unter dem o.a. Titel in Form einer Broschüre durch die Unfallkassen verbreitet. U.a. wurde die Bedeutung der Minderung der CO 2 Konzentration ausführlich dargestellt. Für den Alltagsgebrauch an den Schulen wurde  ein Flyer erstellt, den Sie aus aktuellen Gründen in der Anlage finden.

 

 

 

Es ist schon bemerkenswert, dass seit 2006 die Ergebnisse der Studie bis auf den heutigen Tag keinerlei Folgen für eine andere Gestaltung der Unterrichtsräume  hat. In Zeiten der Corona Pandemie holt dieses Versagen der Kultusminister die Schulen mit voller Wucht ein.  Im Regelunterricht werden die Schüler*innen meist dicht gedrängt in ihren Klassenräumen lernen müssen und die Lehrkräfte werden Probleme haben, ihre Unterrichtsinhalte zu vermitteln. Neben den Leistungsbeeinträchtigungen, die die schlechte Luft in den Klassenräumen bewirkt,  kommt jetzt noch die Gefährdung durch die mögliche Verbreitung des Virus hinzu.

 

 

 

Da dieser Zusammenhang auch in der aktuellen Diskussion über die mögliche Ausbreitung von Aerosolen sehr wichtig ist, hätte vermutet werden können, dass die Kultusminister*innen in ihren aktuellen Planungen diesen Empfehlungen folgen würden. Aber auch in dieser Frage dokumentieren sie ihre ganze Hilflosigkeit. Statt dem Empfehlungen der Unfallversicherer zu folgen und diese wenigstens jetzt offensiv in den Schulen zu verbreiten, empfehlen sie hauptsächlich eine weitgehend unzureichende Durchlüftung nach 45 Minuten.

 

 

 

Dabei würde durch die empfohlenen Lüftungspausen noch nicht einmal eine Minderung des Lernertrags erfolgen. Im Gegenteil: "Durch 2 min Lüftung in der Mitte der Unterrichtsstunde können durchschnittlich 15 min unter deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen gewonnen werden, abgesehen von allen positiven Auswirkungen auf die Unterrichtssituation - das ist in der Studie nachgewiesen worden"  sagt der Arbeitswissenschaftler Dr. Gerhart Tiesler, der seitens des ISF die Studie durchgeführt hat. Es wäre an der Zeit, auch in dieser Frage der wissenschaftlichen Expertise zu folgen, um die Risiken für die Schüler*innen deutlich zu verringern.

 

Für Nachfragen wenden Sie sich an  Herrn Dr. Tiesler unter der Tel. Nummer 042169694362

 

Flyer zum Lüftungsverhalten in Schulen
Flyer-Lüftung.pdf
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Leserbrief zum "Weser Kurier" v.31.05.2020

"Wir haben das Thema verschlafen"

 

Herr Breiter  hat mit seiner Einschätzung  der Reformunfähigkeit  des Bildungswesens recht und unrecht zugleich. Recht hat er damit, dass die digitale Entwicklung in der Gesellschaft keine adäquate Entsprechung in der schulischen Realität findet, und zwar nicht nur in Hinblick auf die Hardwareausstattung, sondern mehr noch konzeptionell. Unrecht hat er in Hinblick auf  die reale Entwicklung der Schulen.  Sie haben durch Individualisierung, zunehmende soziale Spaltung und  Zuwanderung begründete ethnische Diversität viele  gesellschaftliche Entwicklungen zu verarbeiten.  Das führt real zu anderen Unterrichts- und Lernformen und neuen Herausforderungen, die einen anderen Personaleinsatz und grundlegend andere Konzepte erfordern als sie noch für die  Schule der siebziger/achtziger Jahre des vorherigen Jahrhunderts notwendig waren. Politik hat als Antwort immer neue Aufgaben formuliert, ohne diese finanziell zu unterfüttern. Die Lehrkräfte können diese in der ihnen zur Verfügung stehenden Arbeitszeit nicht erfüllen, sie bewältigen den Alltag, was aber unter diesen Bedingungen zu Unzulänglichkeiten führt. Diese werden von Teilen der Öffentlichkeit und Politik gerne instrumentalisiert und somit sind es dann wieder die Lehrkräfte, an denen sich die Misere festmacht. Bildungspolitik und auch die Bürokratien verweigern seit langer Zeit schlichtweg ihre Pflicht, Aufgabenfülle und Arbeitszeit betriebwirtschaftlich in ein angemessenes Verhältnis zu bringen. Solange das nicht geschieht wird das Bildungswesen weiter soziale Ungerechtigkeit und unzureichendes  Niveau produzieren.

Belastung der Grundschulen im roten Bereich!!!

Aktueller Beitrag zu diesem Thema erschienen in der "GS aktuell" von Februar 2020.

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Pressemitteilung: Belastung der Grundschulen im roten Bereich
Das Institut für interdisziplinäre Schulforschung hat im Rahmen
einer Kooperation mit dem Grundschulverband insgesamt sechs Kollegien von Bremer Grundschulen zu deren Belastungssituation befragt, die in den Gesetzen und Vorschriften festgelegten Aufgaben mit Zeitbudgets hinterlegt und deren Erfüllbarkeit durch Abgleichung mit der zu leistenden Jahresarbeitszeit untersucht. Die Schulen haben unterschiedliche Einzugsgebiete, die Ergebnisse lassen sich durch die durchgängige Eindeutigkeit dennoch generalisieren. Sie zeigen auf, dass die in der IQB-Studie festgestellten
Leistungsdefizite auch durch.....
Presse Roter Bereich.pdf
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Zusammenfassung
Zusammenfassung.pdf
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Aufgaben der GS Lehrkräfte
171030 v2 rs Aufgaben der GS-Lehrkräften
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Belastung der Grundschulen im roten Bereich
Gesamtbericht der Studie
Roter BereichIX.pdf
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Studie: Lehrer machen zu viele Überstunden
Gewerkschaft fordert weniger Unterricht pro Woche
Weser-Kurier v. 27.10.2016
161027 WK-Interview.pdf
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Leserbrief von H. Zachau (ISF)
Antwort auf "Studie: Lehrer machen zu viele Überstunden" im WK v. 27.10.2016
WK Lesebrief.pdf
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Wovor Lehrkräfte sich wirklich fürchten sollten
Trotz existenzbedrohender Arbeitsüberlastung halten viele Junglehrkräfte still

Wovor Lehrkräfte sich wirklich fürchten sollten
Aufsatz aus der BLZ Nr. 5 Okt./Nov. 2016 der GEW Bremen
BLZ zur Arbeitsüberlastung .pdf
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Mitteilung für die Presse 03.02.2016
Jeder hat nach Maßgabe seiner Begabung das gleiche Recht auf Bildung. Dies Recht wird durch öffentliche Einrichtungen gesichert.                           Artikel 27  Brem Landesverfassung


Die Leiter/innen der Grundschulen des Bremer Westens haben mit ihrem Brandbrief zur aktuellen Situation in ihren Schulen deutlich gemacht, dass dieses Verfassungsgebot in Bremen seit geraumer Zeit nicht angemessen erfüllt wird. Die Rahmenbedingungen für eine echte Inklusion stimmen im Bremer Schulwesen einfach nicht.

Pressemitteilung v. 3.2.2016
Jeder hat nach Maßgabe seiner Begabung.......
Presse Exklusive Schule.pdf
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Mitteilung für die Presse

Den Weg ins Abseits aufhalten: Zehn Eckpunkte für eine Neuausrichtung des Bremer Bildungswesens

 

Das vollständige Papier finden Sie hier.

Erhöhung der Pflichtstunden für Gymnasiallehrer ist rechtswidrig
Das OVG Lüneburg hat in einem Grundsatzurteil entschieden, dass die im letzten Jahr von der rot-grünen Landesregierung verordnete Arbeitszeiterhöhung für Gymnasiallehrkräfte und Schulleiter an Gymnasien um eine Unterrichtsstunde rechtswidrig und damit unwirksam ist.
150610 Pressemitteilung des OVG Lüneburg
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System mit 1000 Baustellen

 

Helmut Zachau über die Bremische Bildungslandschaft

"Lehrer strukturell überfordert"

 

Von
Annette Kemp
Der ehemalige Grüne Bürgerschaftsabgeordnete Helmut Zachau übt scharfe Kritik an der Bremer Bildungspolitik.
Weser Report: Beschreiben Sie bitte das Bremer Bildungssystem?
Helmut Zachau: Es ist ein System mit 1.000 Baustellen, vielen Absichtserklärungen und halbfertigen Projekten. Das ergibt ein Sammelsurium von Wünschen ohne die notwendigen soliden Grundlagen geschaffen zu haben.

 

Das komplette Interview als Download.

System mit 1000 Baustellen
Interview Zachau.pdf
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